Der Steinbock grübelt…

…über Biografien.

Und im Gegensatz zu der ihm sonst eigenen Art, alleine eine ganze Abendgesellschaft oder Lagerfeuerrunde mit seinen geistigen Ergüssen mehr oder weniger gut zu unterhalten, wird er sich heute einmal kurz fassen.

Die Lebensbeschreibung einer Person… Es gibt wahrscheinlich viel zu viele davon. Und viele dieser Biografien verdienen diese prägnante Beschreibung noch nicht einmal. Weil “natürlich” oftmals die lukrative Vermarktung mehr oder weniger nachhaltig die Inhalte bestimmt. Jedenfalls wenn diese als Buch herausgebracht werden. Viel spannender sind die echten Biografien. Wenn mein 74-jähriger Nachbar mir erzählt, dass er sich Benzin auf die Krawatte geträufelt hat bevor er zum Tanzen gegangen ist, weil er seine Angebetete hoffte damit beeindrucken zu können, indem er den Anschein erweckte er besässe ein Auto. Oder wie er seinen ersten richtigen Job verloren hat, weil er ein Geburtstagsgeschenk für sie besorgte und dafür 54km mit dem Fahrrad zurücklegen musste, was ihn ursächlich daran hinderte pünktlich zur Arbeit zu erscheinen.
Interessanterweise gehörte sie zu der Generation, die solch einen Aufwand sehr wohl zu schätzen wussten und ihn wohl auch wegen dieser “Dummheit” so anziehend fand. Da könnte der Steinbock jetzt abschweifen – so in Richtung, welche Werte sind uns heute wichtig, aber bei genauerem hinsehen ist das gar kein Umweg, sondern genau da wollte er eigentlich hin.

Im Rückblick wird der Steinbock wohl nie wie der Mann aus der TV-Werbung der nur bereut, dass er seine Sehhilfen nicht von Anfang an bei einer bekannten Optikerkette gekauft hat. Dinge mit dem Wissen von heute anders machen? Ja, die gibt es! Manchmal denkt der Steinbock darüber nach und stellt fest, es sind die Dinge die nicht getan wurden, Gedanken die ausgesprochen werden wollten und nicht gesagt wurden… Sollte der Steinbock heute seine Biografie veröffentlichen fasst er sie wie oben versprochen kurz.

Ich habe viele Dummheiten in meinem Leben gemacht und viele schöne Momente erlebt. Zuviel geraucht und manches “Wichtige” verpasst, weil ich meine eigenen Gewichtungen vergeben habe. Das Wichtigste war und sind mir die Menschen die ich liebe.

Das ist für alle da draussen, denen der Steinbock das viel zu selten sagt, weil er mal wieder damit beschäftigt ist sich zu sorgen. Aber was nützen all diese Sorgen, wenn der Spaß morgen vorbei ist? Wer sich nicht sicher ist ob er gemeint ist… Im Zweifel: Ja

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Der Steinbock grübelt übers Fahrrad fahren

also im Grunde mehr darüber wieso man das nicht verlernt. Dabei ist dieser relativ einfach wirkende Bewegungsablauf den Millionen von Menschen auf der Welt täglich ausführen, doch ein sehr komplexes Zusammenspiel körperlicher Fähigkeiten. Augen-Hand-Koordination, Gleichgewichtssinn, Beine bewegen, vorausschauendes Denken inklusive – im Besten Fall. Die Grundbegriffe lernen wir früh und für die meisten entwickelt sich das Fahrrad fahren ,trotz teils heftiger Rückschläge in der Anfangsphase, mit blutigem Knie und verbeulter Nase, nicht zur Phobie. Ausser Sheryl Crow vielleicht – aber das lag an Lance, also an der Trennung von ihm und nicht weil sie sich tatsächlich irgendwo lang gelegt hatte. (Vormerken) – Die Grundregeln und den Ablauf kann auch der Steinbock (und der ist kein Fan vom selber Fahrrad fahren) in kürzester Zeit wieder umsetzen, trotz jahrelanger Pause und übelster Abschürfungen in der Vergangenheit. Warum also funktioniert das so einfach? Und da ist der Steinbock wieder bei Sheryl – weil es nichts mit tiefen Emotionen zu tun hat. Das Ganze wird für den Steinbock unüberschaubar kompliziert, sobald das Herz mit in die Waagschale geworfen wird. Aber trotzdem Danke für den gut gemeinten Rat – “so ein Date mit Schmetterlingen im Bauch sei wie Fahrrad fahren”. Der Steinbock wird das ganz sicher nicht wörtlich nehmen, er will sich nämlich nicht abstrampeln und ins Schwitzen geraten. Da schwelgt er lieber wieder völlig untypisch in romantischer Vorfreude und studiert akribisch die Wettervorhersage für das herannahede Datum der Verabredung. Also Daumen drücken oder in Anlehnung an John David Wright: “Das Leben ist wie Fahrrad fahren, entweder Du bleibst in Bewegung – oder Du fällst um.”

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Der Steinbock grübelt…

…über Horoskope. Mal abgesehen davon das ein Horoskop für den angeblich so logischen und strukturierten Steinbock ähnlich unsinnig erscheint wie der Anruf bei einer Teletext-Umfrage nur um der Welt mitzuteilen, dass einem das Ergebnis der Umfrage egal ist, fühlt er sich doch hin und wieder dazu hingerissen der “Deutung” der Sternenkonstellation ein “Be” hinzuzufügen. Gerade dann, wenn die angeblich ach so klar reglementierte Gesamtsituation aus irgendeinem Grund aus den Fugen zu geraten scheint. Umso enttäuschter ist er dann -welch Überraschung- wenn das Ergebnis der akribischen Recherche (wie es nun mal so seine Art ist), nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt – sondern womöglich die zart keimende, romantische Traumpflanze, gnadenlos von den Häckselmaschinen der pauschalisierten Analysen seiner Person und Eigenschaften, speziell aber der Erfolgschancen womöglich zu erhoffender Partnerschaften niedergemacht zu werden droht. Dabei spielt es für ihn auch gar keine Rolle, dass “sie” gar nichts von ihrem Glück – respektive Horoskoptechnischen Unglück weiss. Schlussendlich entschliesst sich der Steinbock einem an sich logischen Gedanken zu folgen, dass Horoskope für ihn zu unlogisch sind (passt halt gerade nicht in den Kram) und entscheidet sich, seiner zielgerichteten Art Tribut zollend, weiter seiner Lieblingsphilosphie zu folgen. Irgendwo da draußen ist “SIE”, von der er nichts erwartet wenn er ihr sein Herz schenkt, keine Güter oder wertvolle Dinge nur das eine…das sie bereit ist ihm ihr treues Herz zu schenken.

 Ob der Steinbock vielleicht gar kein typischer Steinbock ist oder ob es den typischen Steinbock überhaupt gibt, lässt er unbeantwortet. Aber hoffnungsvoll romantisch ist er sicherlich.

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